Ratgeber richtig auf Werbe SMS reagieren


Werbe SMS sind heute an der Tagesordnung, dass diese von Handynutzern empfangen werden. Für den Fall, dass man eine derartige Werbe SMS erhält, sollte man auf keinen Fall darauf antworten. Wer nämlich eine SMS an den Absender dieser Werbe SMS zurücksendet, der erhält daraufhin nur noch mehr Werbe SMS, weil er praktisch damit bestätigt, dass die vorangegangene Werbung auch angekommen ist und die Handynummer auch tatsächlich genutzt wird und somit ideal dazu geeignet ist, um weitere Werbe SMS zu senden. Werbe SMS werden meist nämlich zunächst einmal ungezielt an alle möglichen Handynummern gesandt. Derartige Werbe SMS enthalten überwiegend Aufforderungen an dubiosen Gewinnspielen teilzunehmen. Viele Werbe SMS beziehen sich aber auch auf Abos von Klingeltönen. Neben kostenintensive 0900er-Nummern werden hier auch 0137er und Premium SMS Rufnummern angepriesen anzurufen. Wählt man diese an, dann kann es ganz schnell ganz schön teuer werden.

Für den Fall, dass man Werbe SMS erhält, so sollte man sich die Inhalte der unerwünschten Botschaften notieren, oder diese als Beleg auf dem PC speichern. Was man für eine Beschwerde auf jeden Fall benötigt, sind Absendernummer, Inhalt und Sendedatum. Nur auf diese Weise ist es möglich, dass man gerichtlich gegen den Absender der Werbe SMS vorgehen kann und eine Unterlassung erzwingen kann. Der Haken hierbei ist jedoch, dass der Absender der Werbe SMS meist aus der Werbebotschaft nicht eindeutig hervorgeht. Wird hingegen ein Produkt namentlich beworben, so kann der Handynutzer gegen den jeweiligen Hersteller entsprechend vorgehen. Wenn man herausfinden muss, wer letztlich hinter den lästigen Werbe SMS steckt, kann man als Handynutzer sich aber an den Netzbetreiber wenden, denn laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs hat ein Handynutzer einen Anspruch darauf, dass ein Telekommunikationsunternehmen ich beim Erhalt von lästigen und nicht gewünschten Werbe SMS Auskunft über den Absender erteilt. Vor diesem Urteil war es nur möglich über die Verbraucherschutzverbände, die den Rechtsweg beschreiten mussten, an diese Daten heranzukommen. Diese bearbeiten im Übrigen täglich mehrere Dutzend dieser Fälle. Man kann also seine Beschwerde entweder direkt an die zuständige Behörde, die Bundesnetzagentur richten, oder aber dies der Verbraucherzentrale überlassen. Die Bundesnetzagentur hat die Möglichkeit die Rufnummer des Absenders zu sperren.

Damit man gar nicht erst das „Opfer“ von Werbe SMS wird, kann man sich schon im Vorfeld schützen, denn sich in die Robinsonliste zum Schutz gegen Werbe SMS einzutragen alleine genügt nicht. Unseriöse Anbieter beachten diese Einträg nämlich nicht.

Seine Handynummer sollte man zum Beispiel nicht im Internet veröffentlichen, oder aber in Formularen im Internet angegeben. Eine besondere Gefahr, dass unseriöse Anbieter an die Handynummer kommen sind Gewinnspiele im Internet. Lieber sollte man – für den Fall, dass die Teilnahme davon abhängig gemacht, dass man seine Handynummer angibt – auf dias eine oder andere Gewinnspiel verzichten. Auch ansonsten sollte man seine Handynummer weitgehend geheim halten. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt sollte man diese herausgeben. Des Weiteren sollte man eine Nummernsperre einrichten. Zum Beispiel für die 0900er und 0137er-Nummern, wie auch für eine Premium SMS. Hier muss man allerdings abwägen, weil einige Dienste, wie der Service des Kabelanbieters beispielsweise dann auch nicht mehr erreichbar sind. Premium SMS lässt sich im Übrigen nur bei speziellen Kindertarifen und bei T-Mobile sperren. Insbesondere bei Handys, die von Kindern benutzt werden, sollte man einstellen, dass nur bestimmte Rufnummern angewählt werden können. Hierunter fallen zum Beispiel die Rufnummern der Eltern und der Großeltern, sowie die der engsten Freunde. Diese feste Rufnummernwahl verhindert oftmals das Aufkommen von hohen Kosten. Insbesondere Jugendliche werden nämlich zum Opfer von Werbe SMS. Für den Fall, dass von Kindern und Jugendlichen im Übrigen unvorsichtigerweise kostenintensive Rufnummern in Folge der Zusendung einer Werbe SMS gewählt werden, so müssen die Kunden im Übrigen die dafür angefallenen Kosten nicht bezahlen. Einschalten sollte man in einem derartigen Fall aber auf jeden Fall die Bundesnetzagentur.